Angelarten – die wichtigsten Methoden einfach erklärt
Angeln ist weit mehr als nur eine Rute, eine Schnur und ein Köder. Je nach Gewässer, Zielfisch, Jahreszeit und persönlicher Vorliebe kommen unterschiedliche Angelarten zum Einsatz. Vom entspannten Grundangeln über das aktive Spinnfischen bis hin zum aufregenden Hochseeangeln gibt es zahlreiche Methoden, mit denen Anfänger und erfahrene Angler erfolgreich Fische fangen können.
In diesem Ratgeber stellen wir die wichtigsten Angelmethoden und Angeltechniken vor und erklären, welche Ausrüstung dafür benötigt wird und für welche Fischarten sie besonders geeignet sind.
Welche Angelarten gibt es?
Zu den bekanntesten Angelarten gehören:
- Grundangeln
- Posenangeln
- Spinnfischen
- Fliegenfischen
- Schleppangeln beziehungsweise Trolling
- Brandungsangeln
- Meeresangeln
- Hochseeangeln
- Jigging
- Popping
- Vertikalangeln
- Pilkangeln
- Feederangeln
- Eisangeln
Welche Methode die richtige ist, hängt vor allem davon ab, wo geangelt wird und welcher Fisch gefangen werden soll.
1. Grundangeln
Das Grundangeln gehört zu den klassischen und beliebtesten Angelarten. Dabei wird der Köder auf oder knapp über dem Gewässergrund angeboten.
Als Köder eignen sich beispielsweise Würmer, Köderfische, Mais, Boilies oder andere natürliche und künstliche Köder.
Grundangeln eignet sich besonders für:
- Karpfen
- Welse
- Aale
- Schleien
- Brassen
- Barben
Beim Meeresangeln können mit dieser Methode unter anderem verschiedene Bodenfische gefangen werden.
Ein großer Vorteil des Grundangelns besteht darin, dass auch Anfänger relativ schnell Erfolge erzielen können.
2. Posenangeln
Beim Posenangeln zeigt eine Pose beziehungsweise ein Schwimmer an der Wasseroberfläche an, wenn ein Fisch den Köder nimmt.
Die Tiefe des Köders kann gezielt eingestellt werden. Dadurch lässt sich sowohl in flachem Wasser als auch in tieferen Bereichen effektiv angeln.
Typische Zielfische sind:
- Rotaugen
- Brassen
- Schleien
- Barsche
- Forellen
- Karpfen
Das Posenangeln eignet sich hervorragend für Einsteiger, da ein Biss direkt an der Bewegung der Pose erkannt werden kann.
3. Spinnfischen
Das Spinnfischen ist eine aktive Angelmethode auf Raubfische. Der Angler wirft einen Kunstköder aus und führt ihn anschließend durch das Wasser.
Beliebte Kunstköder sind:
- Wobbler
- Gummifische
- Spinner
- Blinker
- Jerkbaits
- Oberflächenköder
Das Spinnfischen eignet sich besonders für Raubfische wie Hecht, Zander, Barsch und Forelle.
Auch beim Meeresangeln wird diese Technik häufig eingesetzt.
4. Fliegenfischen
Das Fliegenfischen gehört zu den anspruchsvolleren Angelarten. Statt eines schweren Köders wird eine leichte künstliche Fliege mithilfe einer speziellen Fliegenschnur ausgeworfen.
Typische Zielfische sind Forellen, Äschen und Lachse.
Mittlerweile wird Fliegenfischen auch im Meer immer beliebter. Dort können teilweise sehr kampfstarke Salzwasserfische mit der Fliegenrute gefangen werden.
5. Schleppangeln und Trolling
Beim Schleppangeln, international häufig als Trolling bezeichnet, werden Köder hinter einem fahrenden Boot durch das Wasser gezogen.
Diese Angelart ist besonders beim Meeres- und Hochseeangeln beliebt.
Zum Einsatz kommen unter anderem:
- Wobbler
- Trolling-Lures
- Kunstköder
- tote Köderfische
- Naturköder
Je nach Region können damit beispielsweise Thunfische, Barrakudas, Mahi-Mahi, Wahoos oder andere große Raubfische gefangen werden.
Der besondere Reiz beim Trolling liegt darin, dass jederzeit ein großer Fisch einsteigen kann.
6. Meeresangeln
Unter dem Begriff Meeresangeln werden zahlreiche Angelmethoden zusammengefasst, die im Salzwasser eingesetzt werden.
Geangelt werden kann:
- vom Strand
- von Felsen
- vom Hafen
- von einem Steg
- vom Boot
- auf hoher See
Abhängig vom Revier kommen Grundangeln, Spinnfischen, Jigging, Trolling oder Popping zum Einsatz.
Gerade Regionen wie das Rote Meer in Ägypten bieten aufgrund ihrer großen Artenvielfalt interessante Möglichkeiten für Meeresangler.
7. Hochseeangeln
Das Hochseeangeln ist besonders für Angler interessant, die große und kampfstarke Fische erleben möchten.
Mit leistungsstarken Booten werden weiter entfernte Fanggebiete, Riffe und Tiefwasserregionen angefahren.
Die Ausrüstung ist deutlich stärker als beim normalen Süßwasserangeln. Robuste Ruten, große Rollen und belastbare Schnüre sind notwendig, um kräftige Meeresfische sicher drillen zu können.
Beliebte Methoden beim Hochseeangeln sind:
- Trolling
- Jigging
- Popping
- Naturköderangeln
- Grundangeln
8. Jigging
Beim Jigging werden meist schwere Metallköder vertikal oder schräg durch verschiedene Wasserschichten geführt.
Durch schnelle oder rhythmische Bewegungen imitiert der Köder einen verletzten oder flüchtenden Fisch.
Diese Methode ist besonders interessant für größere Raubfische.
Beim sogenannten Speed Jigging werden die Köder sehr schnell geführt. Beim Slow Jigging erfolgen die Bewegungen wesentlich kontrollierter und langsamer.
Jigging kann körperlich anstrengend sein, bietet jedoch spektakuläre Bisse und intensive Drills.
9. Popping
Das Popping ist eine besonders spektakuläre Form des Spinnfischens.
Dabei werden große Oberflächenköder, sogenannte Popper, mit kräftigen Bewegungen über die Wasseroberfläche geführt.
Durch Geräusche und Wasserverwirbelungen werden Raubfische auf den Köder aufmerksam.
Der besondere Vorteil: Viele Attacken können direkt an der Wasseroberfläche beobachtet werden.
Gerade bei großen Meeresräubern kann eine solche Attacke zu einem unvergesslichen Angelerlebnis werden.
10. Vertikalangeln
Beim Vertikalangeln befindet sich der Köder nahezu direkt unter dem Angler beziehungsweise unter dem Boot.
Diese Methode ermöglicht eine sehr präzise Köderführung.
Im Süßwasser wird sie beispielsweise auf Zander und Barsche eingesetzt. Im Meer können unterschiedliche Raub- und Bodenfische damit gezielt beangelt werden.
Besonders hilfreich sind dabei Echolot und Fischfinder, mit denen interessante Strukturen und Fischschwärme lokalisiert werden können.
11. Pilkangeln
Beim Pilkangeln kommen schwere Metallköder zum Einsatz, die in tiefere Wasserschichten beziehungsweise zum Meeresgrund abgesenkt werden.
Durch Auf- und Abbewegungen wird der sogenannte Pilker attraktiv geführt.
Diese Angelart ist vor allem aus dem Meeresangeln bekannt.
Je nach Angelgebiet können damit verschiedene Raub- und Bodenfische gefangen werden.
12. Brandungsangeln
Beim Brandungsangeln wird vom Strand oder von der Küste aus geangelt.
Da der Köder häufig weit ausgeworfen werden muss, kommen besonders lange und kräftige Brandungsruten zum Einsatz.
Typische Köder sind:
- Würmer
- Fischstücke
- Garnelen
- Muscheln
- Tintenfischstücke
Die möglichen Zielfische unterscheiden sich stark je nach Meer und Region.
Welche Angelart eignet sich für Anfänger?
Für Anfänger sind besonders das Posenangeln und Grundangeln geeignet. Beide Methoden sind relativ leicht verständlich und benötigen zunächst keine komplizierte Spezialausrüstung.
Wer lieber aktiv angelt, kann mit dem Spinnfischen beginnen.
Beim Hochseeangeln oder Trolling empfiehlt es sich für Einsteiger, zunächst an einer geführten Angeltour teilzunehmen. Ein erfahrener Guide kann die richtige Technik, Köderführung und Ausrüstung erklären.
Welche Angelart ist die spannendste?
Das hängt stark vom persönlichen Geschmack ab.
Wer Ruhe und Entspannung sucht, bevorzugt möglicherweise das Grund- oder Posenangeln.
Angler, die aktiv nach Fischen suchen möchten, entscheiden sich häufig für Spinnfischen, Jigging oder Popping.
Wer von großen und kampfstarken Meeresfischen träumt, findet beim Trolling und Hochseeangeln besonders spannende Möglichkeiten.
Angelarten im Roten Meer
Das Angeln im Roten Meer ist besonders vielseitig. Rund um Hurghada und andere Küstenregionen Ägyptens gibt es Riffe, tiefere Wasserbereiche und offene Meeresflächen.
Dadurch können unterschiedliche Angeltechniken eingesetzt werden.
Besonders interessant sind:
Trolling:
Ideal, um größere Bereiche abzusuchen und aktive Raubfische zu finden.
Ideal, um größere Bereiche abzusuchen und aktive Raubfische zu finden.
Jigging:
Interessant an tieferen Stellen, Riffkanten und Unterwasserstrukturen.
Interessant an tieferen Stellen, Riffkanten und Unterwasserstrukturen.
Grundangeln:
Eine beliebte Methode, um verschiedene Fische in Bodennähe zu fangen.
Eine beliebte Methode, um verschiedene Fische in Bodennähe zu fangen.
Spinnfischen:
Kann abhängig vom Revier und den örtlichen Bestimmungen vom Boot oder geeigneten Küstenbereichen eingesetzt werden.
Kann abhängig vom Revier und den örtlichen Bestimmungen vom Boot oder geeigneten Küstenbereichen eingesetzt werden.
Popping:
Eine spannende Methode für aggressive Raubfische nahe der Wasseroberfläche.
Eine spannende Methode für aggressive Raubfische nahe der Wasseroberfläche.
Für Urlauber bietet eine organisierte Angeltour in Hurghada den Vorteil, dass Boot, Angelausrüstung und Kenntnisse über geeignete Fanggebiete bereits vorhanden sind.
Die richtige Angelausrüstung wählen
Die Ausrüstung sollte immer an die Angelart und den erwarteten Zielfisch angepasst werden.
Wichtige Bestandteile sind:
- Angelrute
- Angelrolle
- Angelschnur
- Vorfach
- Angelhaken
- Wirbel
- Gewichte
- Kunst- oder Naturköder
Beim Meeresangeln sollte außerdem besonders auf salzwasserbeständige Rollen und Komponenten geachtet werden.
Für große Fische werden stärkere Ruten, belastbare Rollen und hochwertige Schnüre benötigt.
Fazit: Die richtige Angelart für jeden Angler
Es gibt nicht die eine beste Angelmethode. Gerade die Vielfalt macht das Angeln so interessant.
Während Grundangeln und Posenangeln ideal für entspannte Angeltage geeignet sind, bieten Spinnfischen, Jigging und Popping deutlich mehr Aktivität.
Wer auf dem Meer nach großen Fischen suchen möchte, findet mit Trolling und Hochseeangeln zwei besonders faszinierende Angelarten.
Das Rote Meer bietet dafür außergewöhnliche Bedingungen und macht insbesondere eine Angeltour rund um Hurghada zu einem besonderen Erlebnis.
Wer unterschiedliche Angelarten ausprobiert, sammelt nicht nur mehr Erfahrung, sondern erhöht auch seine Chancen, verschiedenste Fischarten erfolgreich zu fangen.